Buffet der Projektpläne für OER und vernetzte Bildungsclouds

Hintergrund

Organisationen- und länderübergreifende Bildungscloud-Infrastrukturen stehen im Fokus der Veranstaltungen und Aktivitäten im Jahr 2019. Bisher wurden Ideen entwickelt, die von einzelnen Lösungsbausteinen über Blaupausen für IT-Architekturen bis hin zu zentralen Plattformen reichen. 2019 geht es darum, ein Buffet der Ideen und Projekte zusammenzustellen, die:

  • den Ländern Hilfestellungen für die Konzipierung von Digitalpakt- und anderen Vorhaben geben,
  • Geldgeber bei der Planung von Investitionen unterstützen und
  • Organisationen helfen, nächste Entwicklungsschritte abzuleiten.

Das Ziel ist, die Vernetzung von Lernplattformen, Contentquellen und anderen Bildungssoftware-Systemen voranzutreiben, um digitale Lernszenarien mit ihren Contents und Tools in einer Bildungscloud auffindbar und in allen angeschlossenen Systemen nutzbar zu machen.

Das erreichen wir durch:

  • Die Schaffung einer Übersicht nötiger Aktivitäten und Services für OER-förderliche Infrastrukturen/Bildungsclouds,
  • das Sammeln existierender Akteur:innen, Arbeitsgruppen, Anbieter:innen, möglicher Entwickler:innen, Betreiber:innen und Kosten,
  • die Entwicklung und Erprobung eines prototypischen Content- und Redaktionsnetzwerks beim nachfolgenden OER- und IT-Sommercamp im August 2019,
  • das Ableiten nötiger Analysen, Planungen, Prototypen, Projekte und sinnvoller erste Aktivitäten und
  • die Vorbereitung von Kooperationen, in denen Ideen und Pläne weiterentwickelt werden.

Die Teilnehmer:innen

Zum Frühjahrscamp haben wir gezielt Verantwortliche und Akteur:innen eingeladen, die die Anforderungen für diese entscheidende Phase der Etablierung von OER im Schul- und Hochschulbereich kennen – und die maximalen Nutzen aus einem Buffet von Konzepten und Lösungsbausteinen ziehen können.

Dabei waren Expert:innen u. a. aus:

  • dem Schulbereich: BSB Hamburg, ISB Bayern, LMZ Baden-Würtemberg, Medienberatung NRW, MKJS Baden-Wüttemberg, Pädagogische Landesinstitut RLP;
  • dem Hochschulbereich: ELAN e. V., Hasso Plattner Institut, Hoschule für Technik, GWDG, TH Lübeck, Virtuelle Hochschule Bayern, Bildungsportal Sachsen; Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Virtueller Campus Rheinland-Pfalz
  • weiterer Organisationen: Bundesministerium für Bildung und Forschung , Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Kommunales Rechenzentrum Niederrhein

Workshop-Ergebnisse

Am ersten Workshoptag des Frühjahrscamps tauschten sich Teilnehmer:innen zu aktuellen Aktivitäten und Plänen in den Ländern und Organisationen aus. Teilnehmer:innen, die diese Runde zum ersten Mal besuchten, erfuhren, wie in von JOINTLY unterstützen Kooperationen aus Expert:innen-Konzepten erste Prototypen und später Bildungsinfrastrukturen in der Praxis werden.
In einer mit Visual Sketching unterstützten Plenumsdiskussion wurde die Grundlage für die Workshop- Arbeitsgruppen am 2. Tag gelegt.

In Workshop 1 sprachen sich die Teilnehmer:innen für den Ausbau von Governance-Strukturen im Schulbereich der Ländern aus. Beispielsweise sollten stabile Ansprechpersonen für Kooperationen bereitgestellt werden. Als Experte für Governance-Strukturen im Hochschulbereich unterstützte Workshopmoderator Dr. Markus von der Heyde die Erarbeitung einer Handlungsempfehlung.

Workshop 2 startete die Arbeit an einem Konzept für zeitgemäße Bildungscloud-Architekturen. Hierfür sind gemeinsame Aktivitäten zur Vernetzung von Systemen notwendig, personelle und andere Ressourcen sollten kombiniert und redundante Arbeiten minimiert werden. Die Arbeit an einer Handlungsempfehlung wurde begonnen und soll bis zum OER- und IT-Sommercamp im August online fortgesetzt werden.

Die von den Teilnehmenden formulierten Empfehlungen sind hier verlinkt und unter freier Lizenz wiederverwendbar:

https://kurzelinks.de/es-ws-2019

In einem Preworkshop trafen sich edu-sharing-Anwender:innen und -Entwickler:innen und stimmten Weiterentwicklungsthemen der nächsten 1–2 Jahre ab. Da edu-sharing in einigen Bundesländern zur Verwaltung und Verbreitung von Lerninhalten genutzt wird, kann eine Vernetzung der Instanzen die OER-Verbreitung fördern. Kooperationsaktivitäten sollten die gemeinsame Erschließung und der Austausch von Lerninhalten, vernetzte Redaktionen und eine Verbesserung der Auffindbarkeit von Inhalten sein. Die Workshopteilnehmer:innen regten außerdem an, dass klassische Dateimanagement-Bedienoberflächen durch Oberflächen ergänzt werden, die für Schulen und Redaktionen optimiert sind.

Am Rande des Frühjahrscamps trafen sich Entwickler von der HPI-Schulcloud, von JOINTLY und edu-sharing und stimmten Aktivitäten ab, die ebenfalls die bessere Auffindbarkeit von Lerninhalten in der HPI-Schulcloud zum Ziel haben.

Visual Sketching

  • Plenumsdiskussion und Workshoparbeit  wurden von der professionellen Zeichnerin Sandra Bach mit Visual Sketiching unterstützt.
  • Die Sketches stehen unter einer CC-0-Lizenz im OER-Contentbuffet.info zur Verfügung, dürfen aber gern mit „BY sandruschka.de“ referenziert werden.

Link zu den Grafiken: https://kurzelinks.de/Sandruschka

PROGRAMM – Montag 6. und Dienstag 7. Mai

Mo., 06.05.2019, 9–22 Uhr: Teil 1                 

Entwicklungsthemen für OER & Bildungscloud

09:00 Uhr Preworkshop:
edu-sharing-Entwicklung & Kooperationen
13:00 Uhr Gespräche & Vorstellungsrunde beim Mittags-Snack
14-18 Uhr Informationsaustausch zu bestehenden Aktivitäten und Diskussion zu Handlungsfeldern
19:00 Uhr Grill- und Netzwerkabend
mit Spiel & OER-Bandsession

Di., 07.05.2019, 9–13 Uhr: Teil 2

Buffet der Ideen & Projektpläne

09:00 Uhr Zusammenfassung 1. Tag
09:30 Uhr Workshop 1:
Ausbau Governance-Strukturen in den Ländern
10–12 Uhr Workshop 2:
Vernetzte Infrastrukturen für smartes Lernen in einer digitalen Welt
12–13 Uhr Zusammenfassung Ergebnisse

After Work

  • Community-Building braucht gutes Essen und Musik.
  • Traditionell gibt es bei den Weimarer OER- & IT-Camps am 1. Abend Burger (auch vegetarische)
  • Anschließend spielen Workshopsteilnehmer:innen als OER-Band.

Was folgt nach dem Frühjahrscamp

Auch nachfolgende Aktivitäten sollen die Vernetzung von Softwaresystemen im Bildungsbereich vorantreiben, um Lerninhalte von ihrem Entstehen oder ihren Quellen bis zu den nutzenden Lehrer:innen und Schüler:innen zu bringen.

Im Juni folgt ein Treffen deutscher Metadaten-Expert:innen, um Kooperationen rund um Austausch und Verbesserung von Metadaten zu besprechen. Beim Weimarer OER- und IT-Sommercamp im August sollen konkrete Projektpläne entstehen. Traditionell arbeiten hier Expert:innen in parallelen, interdisziplinären Workshops:

  1. Bei einem Hackathon mit Softwareentwickler:innen wird in diesem Jahr die Vernetzung von Repositorien erprobt. Geprüft wird, wie weit vernetzte Contenterstellung, -nutzung und -qualitätssicherung mit vorhandenen Softwaretools möglich ist und welche Funktionen mit welchem Aufwand zu entwickeln sind.
  2. Fachleute und Entscheider:innen entwickeln Pläne für gemeinsame Projekte.
  3. Parallel soll ein Workshop für Lehrer:innen und Redakteur:innen zur Entwicklung und Qualitätssicherung von Lerninhalten mit vorhandenen Softwarewerkzeugen stattfinden. Das Feedback der Nutzer:innen geht in die Projektpläne ein.

OER-/IT-Frühjahrscamp 2019 Rückblick
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